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jetzt

nur

noch

besser!

BIKE TOWN

16

NOV

Radverkehrsförderung ist auf nationaler wie internationaler Ebene ein aufstrebendes Thema in der Verkehrsplanung. Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel besticht durch Effektivität, Schnelligkeit und Komfort. Auch wegen der hohen Verfügbarkeit und der guten Umweltbilanz ist Radverkehr ein entscheidender Baustein nachhaltiger Mobilität. Radverkehrsbeauftragte sorgen dabei für transparente Planungsprozesse und bringen die Anforderungen der Radfahrer stärker in die Planung und Bauausführung ein. Lobbyverbände und engagierte Personen kümmern sich und entwickeln eine Relevanz des Themas in der Gesellschaft. Gleichzeitig sorgen neue Entwicklungen und Themen für viel Bewegung in der Fachwelt und bei den Nutzern. Der Siegeszug der E-Bikes, Protected-Bike-Lanes oder bürgerschaftlich initiierte Radbegehren sind nur einige Stichpunkte.

Prof. Dr. Stefanie Bremer und Alexander Gardyan diskutieren mit ihren Gästen und Studenten die Herausforderung der kommunalen  Radverkehrsplanung. Was macht eine Stadt zu einer Biketown? Wie kann gute und nutzerfreundliche Infrastruktur für den Radverkehr aussehen? Und vor Allem: Wie können wir diese auch umsetzen?

Gäste

Die Gäste für den FridayTalk zum Thema BIKE TOWN werden in Kürze an dieser Stelle bekannt gegeben

Moderation

Prof. Dr. Stefanie Bremer

LOOKING BACK: WINTER 2017/18

„Bei meiner Arbeit richte ich mich nicht an diejenigen, die schon jetzt aus Überzeugung radeln. Die heutigen Radler sind nur die Spitze vom Eisberg. Unter der Oberfläche schlummert noch viel Nutzerpotenzial für eine Biketown.“

Thimo Graf, i.n.s. – Institut für innovative Städte

„Ziel ist, belebte und quirlige Straßenräume für alle zu schaffen. Aber keine Stadt verwandelt sich über Nacht. Es braucht Zeit und Gespür für alle verkehrlichen Belange. Die notwendigen Infrastrukturausbauten für eine BikeTown kann man nicht mit der Brechstange durchsetzen.“

Kirsten Pfaue, Radverkehrskoordinatorin der Stadt Hamburg

„Radverkehrsförderung ist doch keine Lobbyarbeit für ein paar radfahrende Hardliner. Der Blick nach Europa belegt: Beliebte Städte und begehrte Stadtteile sind schon heute BikeTowns. Wer seine Stadt attraktiv machen möchte, sollte etwas für die Radkultur anbieten.“

Burkhard Stork, Geschäftsführer ADFC, Berlin

FAZIT

PROF. DR.

SB

Hinweise

Literaturempfehlungen

Sadik Khan, Janette; Solomonow, Seth; Street Fight – Handbook for an Urban Revolution. 2017

Graf, Thiemo; Handbuch: Radverkehr in der Kommune: Nutzertypen, Infrastruktur, Stadtplanung, Marketing – Das Hygge Modell – Ergänzungen zur ERA.  2016

Blyth, Gavin; Velocity – Architecture for Bikes. 2014

Knoflacher, Hermann; Zurück zur Mobilität – Anstöße zum Umdenken. 2013

Ilundáin-Agurruza, Jesús; Austin, Michael W.; Cycling – Philosophy for Everyone: A Philosophical Tour de Force. 2010

Zentrale Regelwerke für Planung und Entwurf

FGSV: Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA)

„Manche Städte könnten also eine Biketown werden, d.h. eine Stadt mit einem Radverkehrsanteil von über 20% am Gesamtverkehrsaufkommen. Die Gäste im FridayTalk verweisen auf das schlummernde Potenzial. Klar wird auch: Nicht alle Städte bringen gleichermaßen die räumlichen, sozialen, politischen und ökonomischen Voraussetzungen für eine effektive Förderung mit. In einer Stadt wie Hamburg braucht man eine andere Vorgehensweise und andere Fokusräume als in einer Stadt wie Kassel. Wirklich zum Ziel kommt man derzeit nur durch dialogische Planungsverfahren.

Deutlich wird auch: die Verkehrsforschung hat das Thema noch nicht so voll erschlossen, sodass den Planungsträgern bei der Umsetzung bestmöglich geholfen werden kann: Wie eine Biketown aussehen könnte, wie der Verkehr dann fließt, ob alle mit den Radfahrern auf der Straße sicher glücklich sind und welche wirtschaftlichen, verkehrspolitischen und baukulturellen Effekte ein hoher Radverkehrsanteil entfachen kann, ist noch nicht klar belegt und durch anschauliche Entwürfe und Zukunftsbilder visualisiert. Es bleibt noch viel zu tun.

Der Talk am 15. Dezember 2017 stieß auf reges Interesse. Nicht nur Studenten und Kollegen, sondern auch Bürger, Vertreterinnen der Lokalpolitik, Verwaltung und Vertreter des Hessischen Verkehrsministeriums waren da. Das Fachgebiet wird das Thema in der Lehre und Forschung weiter ausbauen und im nächsten Wintersemester wieder einen Talk dazu anbieten.“

Stefanie Bremer

19.10.2018 – 25.01.2019

Jeden zweiten Freitag

Universität Kassel 

Gebäude K 10, Raum 1140

Henschelstraße 2, 34127 Kassel

 

Die Talks sind öffentlich.

Vorlesung und Übung nur für Studierende.

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